Fotoblog Lost Places
Eigentlich ist das keine Chemiefabrik, sondern das Areal der ehemaligen Groß-Gerberei und Fabrik Schotte & Fils im Ortsteil Erembodegem direkt an der Dender. Obwohl es eine Lederfabrik war, wurde sie aufgrund der massiven chemischen Prozesse (Gerbung, Färbung) und der schweren Bodenkontamination im Volksmund sowie in Urban-Exploration-Kreisen oft fälschlicherweise als "Chemiefabrik" bezeichnet. Der asbestbelastete Abriss und die Bodensanierung starteten im November 2011, die endgültige Sprengung und der Abriss der Hallen folgten 2013.
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Die Heilstätte Grabowsee wurde 1896 vom Deutschen Roten Kreuz auf einem etwa 34 Hektar großen Areal erbaut. Lungenkrankheiten waren im 19. Jahrhundert nichts Ungewöhnliches, durch die Industrialisierung Deutschlands gab es sprunghaft steigende Krankenzahlen. Aus diesem Grund wurden viele Lungenheilanstalten seinerzeit erbaut. Träger waren manchmal auch die Landesversicherungsanstalten, da eine vollständige Heilung nicht zuletzt auch kostengünstiger war als die Finanzierung jahrelangen Siechtums. Die Heilstätte in Beelitz ist ein gutes Beispiel dafür, dass man sich dieses Vorhaben durchaus auch etwas kosten ließ.
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An einem eisigkalten und nebligen Novembertag besuchte ich diesen mir bis dahin unbekannten Lost Place. Zu dieser Zeit hatte gerade der Verein (siehe unten) die Arbeiten an den Gebäuden begonnen, wie man sieht. Durch viel Glück und nettes Fragen durfte ich auch auf das ansonsten nicht so zugängliche Gelände.
Die ehemalige Großherzogliche Landesirrenanstalt Domjüch (ab 1934 Heil- und Pflegeanstalt Domjüch) am Westufer des Domjüchsees bei Neustrelitz blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück, die von medizinischem Fortschritt, den Gräueln des Nationalsozialismus, militärischer Zweckentfremdung und dem heutigen Verfall geprägt ist.
Vorgeschichte und Bau (1899–1902)
Zuvor wurden psychisch Kranke im alten Strelitzer Gefängnis gemeinsam mit Strafgefangenen unter verheerenden Bedingungen weggesperrt. Um dies zu beenden, begann 1899 der Neubau einer eigenständigen Heilanstalt im Pavillonstil direkt am abgelegenen Domjüchsee. Am 21. August 1902 wurde die Klinik eröffnet und bot Platz für rund 200 Patienten. Unter dem ersten Leiter Dr. Carl Serger wurde auf Zwangsmittel verzichtet. Stattdessen setzte man auf revolutionäre Ansätze wie Dauerbäder und Arbeitstherapie in der eigenen Landwirtschaft.
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Am Rand eines Werftgeländes, eingeklemmt zwischen Bahnlinie und Gebäuden der Fachhochschule Kiel, steht dieser recht gut erhaltene Luftschutzbunker. Im Innern sieht es aufgeräumt aus. Den Beschriftungen entnimmt man unschwer, dass er lange Zeit als Lagerraum diente. Aus der Zeit als Bunker sind viele Inschriften noch tadellos erhalten:
- "Psst! Feind hört mit" und
- "Deutscher! Denke und schweige!"
sind nur zwei der damals gängigen (Propaganda-) Sprüche. Der zweite Spruch wirkt unfreiwillig komisch, denn "denkende Deutsche" war ja nun das Letzte, was die NS-Machthaber gebrauchen konnten.
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- Geschrieben von: Andreas
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Weiterlesen: Der Luftschutzbunker am Ostufer (Kiel)
In Reichenbach/Vogtland befindet sich ein längst stillgelegtes Ausbesserungswerk der früheren Reichsbahn. In vielen Räumen waren noch Maschinen und Einrichtungen vorhanden (2010), aber inzwischen dürfte es dort völlig anders aussehen. Inzwischen findet man zu diesem RAW auch mehr Informationen im Netz. Ich hatte mal - gebraucht - ein im Eigenverlag gedrucktes Buch darüber gefunden, das ist aber leider nicht mehr auffindbar.
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- Geschrieben von: Andreas
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Weiterlesen: Das Eisenbahn-Ausbesserungswerk in Reichenbach /Vogtland